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Sonntag, 01.08.2010

Winterschlaf der Schmetterlinge

idea DschungelParadies Neuenmarkt: Winterschlaf der Schmetterlinge
Der „Kleine Fuchs“ aus der Familie der Edelfalter gehört zu den Schmetterlingen, die als Falter an kühlen, dunklen Plätzen überwintern und erst im Frühjahr wieder durch warmes Wetter aufgeweckt werden.

Neuenmarkt - Jeder Schmetterling hat seine Zeit im Jahreslauf. Meist bereits im März zeigen sich die als Imago überwinternden Arten wie Zitronenfalter oder Tagpfauenaugen. Im April schließen sich in erster Generation die Aurorafalter an. Schwalbenschwänze und Landkärtchen läuten ab Mai den Sommer ein, im Juni folgt der Schachbrettfalter. Die meisten Schmetterlingsarten sind im Hochsommer zu beobachten, ab September sterben dann die nicht als Imago überwinternden Arten oder es ziehen Wanderfalter aus Deutschland weg. Wenn man im Frühjahr die ersten Schmetterlinge sieht, stellt sich unwillkürlich die Frage: wo kommen die Falter so plötzlich her und wo waren sie in der kalten Jahreszeit, im Winter?

Einheimische Tag- und Nachtfalter überwintern, und zwar auf ganz unterschiedlichste Art und Weise. Die Tiere, die im Frühling als erstes im Flug beobachtet werden können, überwintern als sogenannte Vollinsekten an dunklen, kühleren Orten wie dem Dachboden, in Kellern, Gartenhäusern, in Mauernischen oder zwischen Holzbohlen. Hierzu zählen der Zitronenfalter, das Tagpfauenauge, der C-Falter, der Trauermantel oder der Kleine Fuchs. Sie sind winterhart, können also komplett einfrieren, ohne dabei zu sterben - der Organismus wird zurückgefahren, um dadurch keinerlei Energie zu verschwenden.

Dukaten- und Zipfelfalter sowie der Argusbläuling sind Beispiele für Schmetterlinge, die als Ei überwintern. Raupen, die man im Frühjahr schlüpfen sieht, stammen aus Eiern, die im Vorjahr abgelegt wurden. Als Raupe überwintern ebenfalls verschiedene Arten. Die schwarzen Raupen des Apollofalters z. B. überleben die kalte Jahreszeit und entwickeln sich erst im Frühjahr weiter, bis die erste Generation der Falter im Mai zu fliegen beginnt. Auch Schillerfalter- und Schachbrettraupen überwintern an geeigneten Stellen, wo sie sich zum Schutz vor futtersuchenden Fressfeinden tarnen können. Raupen der Kohlweißlinge und Aurorafalter puppen sich kurz vor Wintereinbruch ein und auch europäische Schwalbenschwänze überwintern als braune oder grüne Puppe. Sie versammeln sich nach dem Schlüpfen im Frühjahr auf Hügeln, um auf Weibchen zur Paarung zu warten.

Schmetterlingswanderung

Zum Überwintern wandern auch einige Arten wie Zugvögel in wärmere Regionen, wobei sie ihr Ziel dabei fest im Auge haben und sich an Licht, Wind sowie Schwerkraft orientieren.

Zu den bekanntesten einheimischen Wanderfaltern gehören Admiral und Postillion, aber auch Nachtfalter wie das Taubenschwänzchen, der Totenkopf- oder Windenschwärmer. Im Herbst wandern aber auch Millionen von Distel- und Heufaltern nach Süden und kehren erst im Frühsommer in nächster Generation zurück. Sie überwintern neben Südeuropa auch in Nordafrika und können somit dabei sogar Ozeane überqueren; schon Kolumbus beobachtete Schmetterlingsschwärme auf seinem Weg nach Amerika.

Der nordamerikanische Monarchfalter (Danaus plexippus) ist das wohl bekannteste Beispiel für einen Wanderfalter. Es gibt zwei wandernde Populationen, wobei die südliche im Winter ins sonnig warme Kalifornien fliegt, die östliche hingegen tausende von Kilometern in die Berge von Mexiko.

Im Frühherbst brechen die Schmetterlinge in Schwärmen von Kanada Richtung Süden auf und fliegen mit Hilfe des Windes und warmer Aufwinde auf bis zu 7.000 Metern Höhe. Im Oktober erreichen sie Texas, im Spätherbst haben sie ihr Ziel Mexiko erreicht, um dort zu überwintern. Im Frühjahr trifft man dort auf einen Schwarm von nahezu 40 Millionen Monarchfaltern, die aus Kanada hierher gekommen sind. Im April erreichen sie den Rio Grande und überqueren die Grenze zu den Vereinigten Staaten von Amerika. Hier suchen die Weibchen nach Wolfsmilchgewächsen, um die ersten ihrer rund 400 Eiern zu legen und sich nach und nach Richtung Norden zu bewegen. Anfang Mai sind sie im Südwesten Texas angelangt, wo die Reise der ersten Tiere mit dem natürlichen Tod endet und die nächste Generation die Wanderung zurück fortführt.

Die ausgeprägte Wanderung der Monarchfalter zählt zu den unvorstellbarsten Phänomenen in der Welt dieser zweitartenreichsten Insektengruppe, der Schmetterlinge.

Das idea DschungelParadies Neuenmarkt im oberfränkischen Landkreis Kulmbach ist einer der wenigen europäischen Anlagen dieser Art, der auch im Winter geöffnet hat und somit ganzjährig
exotische Schmetterlinge beherbergt. In der über 3.000 Kubikmeter großen Halle leben in einem dicht bepflanzten Dschungel neben den freifliegende Schmetterlingen aus den tropischen Gebieten unserer Erde auch weitere interessante Tiere wie chinesische Zwergwachteln, Nymphensittiche, japanische Koi, der Grüne Leguan Hugo, Rotkehlanolis sowie die beiden Weißbüscheläffchen „Herr und Frau Nilson“ in harmonischem Miteinander. Zudem werden in artgerecht gestalteten Terrarien Kornnattern, Stabheuschrecken, mehrere Vogelspinnen, Skorpione und weitere interessante Tiere gezeigt. Ein lohnendes Ausflugsziel für die ganze Familie - einmalig in Bayern!

Mehr dazu im Internet: http://www.dschungelparadies.de/idea.htm

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Über idea DschungelParadies Neuenmarkt (Deutschland, Bayreuth)

Schönheit und Natur pur erleben und genießen - So lautet das Motto des idea DschungelParadieses, das Anfang Mai 1998 als erste bayerische Anlage dieser Art in Neuenmarkt von privater Hand eröffnet wurde und seitdem vielen tausend Besuchern die faszinierende Welt tropischer Insekten und anderer exotischer Tiere näher bringen konnte. Das Aufblitzen der leuchtenden Farben, verursacht durch unzählige prächtige Falter und deren gaukelndes Flugverhalten zwischen vielen tropischen Blüten und Pflanzen, macht diese Anlage zu einem echten Paradies. Und das Beste - man hat die ganze Pracht der Natur direkt vor der Nase –- kein Glas, kein Gitter trennt von dieser einmaligen Welt.

Mitten im Tropenwald erleben man staunend alle Entwicklungsstadien dieser schönsten und zweitartenreichsten Insekten vom Hochzeitsflug über die Eiablage, das Raupen- und Puppenstadium bis hin zum Schlüpfen der fertig entwickelten Schmetterlinge.

Die Regenwälder Südamerikas, Asiens und Afrikas werden in unvorstellbarem Maße durch Raubbau, Brandrodung und andere Gründe vernichtet. Man kann davon ausgehen, dass täglich auf diese Art unzählige Pflanzen- und Tierarten gänzlich von der Erde verschwinden, ohne dass der Mensch je Gelegenheit bekommen hätte, diese kennen zu lernen. Es ist aber eine Tatsache, dass man nur das schützt, was man kennt und liebt. Das idea DschungelParadies bietet so die besten Möglichkeiten, einen Eindruck von dieser faszinierenden Welt zu erhalten, was auch mit einem hohen erzieherischen Wert verbunden ist.

Pressekontakt

idea DschungelParadies Neuenmarkt
Ströhlein GdbR
Wirsberger Straße 12
95339 Neuenmarkt
Telefon 0 92 27/90 25 25 (Frau Christine Ströhlein, Geschäftsführerin)
Fax 0 92 27/90 25 26
E-mail idea@dschungelparadies.de

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