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Freitag, 10.09.2010

Hofer VR Bank und Sparkasse fordern Fair Play - Faire Wettbewerbsbedingungen sind unerlässlich

Kreis- und Stadtsparkasse Hof: Hofer VR Bank und Sparkasse fordern Fair Play - Faire Wettbewerbsbedingungen sind unerlässlich
Foto (von links): Bernd Schnabel (VR Bank), Dr. Hans-Peter Friedrich, Michael Maurer, Ursula Schwedler (beide Sparkasse), Norbert Schug und Jürgen Handke (beide VR Bank).

Hof - In einem Fachgespräch „Politik trifft Wirtschaft“ erläuterten die Vorstände von VR Bank Hof und Kreis- und Stadtsparkasse Hof am Mittwoch mit dem Hofer Bundestagsabgeordneten Dr. Hans-Peter Friedrich die aktuelle Wettbewerbssituation der regionalen Genossenschaftsbanken und Sparkassen.

Politik, Finanzaufsicht und Finanzwirtschaft müssten sich eng abstimmen und zukünftige Handlungskonzepte gemeinsam entwickeln, um Fehler aus der Vergangenheit zu vermeiden. „Dazu gehört auch, dass von der Finanzkrise betroffene Institute ernsthaft ihre Geschäftsmodelle hinterfragen“, so Jürgen Handke, Vorstandsvorsitzender der VR Bank Hof. Das Anstreben immer höherer Renditen ohne ausreichende Berücksichtigung der entstehenden Risiken sei kein solides und nachhaltiges Geschäftsmodell.

Sowohl die Genossenschaftsbanken als auch die Sparkassen haben sich aktuell als die stabilsten Säulen im deutschen Bankensystem erwiesen. „Wir bauen unser organisch gewachsenes Bankgeschäft auf festen Werten“, so Ursula Schwedler, Vorstandsmitglied der Kreis- und Stadtsparkasse Hof. Dabei strebten die beiden Regionalbanken keine Gewinnmaximierung an. „Wir werden nicht von einem Aktienkurs angetrieben.“ Zweck und Ziel der Genossenschaftsbanken wie auch der Sparkassen sei die Förderung der Region und der Kunden.

Sehr aufmerksam verfolgt man bei VR Bank und Sparkasse die staatlichen Maßnahmen zur Stabilisierung des Finanzmarktes.

VR Bank-Vorstand Norbert Schug: „Angesichts der Verwerfungen auf den Finanzmärkten konnte gegenüber der Bevölkerung damit ein wichtiges Beruhigungssignal gesetzt werden.“ Der Bund habe mit seiner massiven Staatshilfe erheblich in die deutsche Bankenstruktur eingegriffen. „Es muss sichergestellt werden, dass durch die staatliche Unterstützung nicht jene Banken im Markt schlechter gestellt werden, die in der Vergangenheit solide gewirtschaftet haben und ohne Staatshilfe auskommen“, so Sparkassen-Vorstandsmitglied Michael Maurer.

„Es kann nicht akzeptiert werden, dass jene, die staatliche Unterstützung erhalten, das für Dumpingkonditionen im Markt nutzen“, sagt Bernd Schnabel, Vorstandsmitglied der VR Bank. Gestützte Banken würden inzwischen sogar damit werben, dass sie unter Staatsschutz stehen. Schnabel: „Es erscheint sehr bedenklich, wenn Institute einerseits mit lukrativen Zinsangeboten werben, auf der anderen Seite aber gleichzeitig auf die Garantie der Bundesregierung verweisen, nach dem Motto ‚Unter dem Schutzschirm des Staates lassen sich hohe Zinsen erzielen!’.“ Das sei Wettbewerbsverzerrung. „Wir fürchten nicht den intensiven Wettbewerb, aber fair muss es schon zugehen“, so Ursula Schwedler. Hinzu komme, dass sich das Risiko bei den betreffenden Instituten entsprechend erhöhen werde. Jürgen Handke: „Denn hohe Anlagenzinsen können nur dann gezahlt werden, wenn wiederum im Kreditgeschäft entsprechend hohe Erträge erzielt werden.“

Letztendlich müsse der Kunde entscheiden, mit welcher Bank er langfristig zusammenarbeitet. Die VR Bank Hof und die Kreis- und Stadtsparkasse Hof, darin sind sich die Vertreter beider Banken ebenfalls einig, leisten einen wesentlichen Beitrag zur Stabilisierung des Finanzsystems und der Wirtschaft in der Region Hof. Deshalb sei es wichtig, dass die Genossenschaftsbanken und Sparkassen nicht in ihrer Geschäftstätigkeit eingeschränkt werden.

Bundestagsabgeordneter Dr. Friedrich bedankte sich für das „offene und konstruktive Gespräch“. Zu den bisherigen Maßnahmen der Finanzmarktstabilisierung gäbe es nach einhelliger Auffassung keine Alternative. Allerdings bestehe immer dort, wo der Staat in den Markt eingreife, die Gefahr von Wettbewerbsbeeinträchtigungen. „Diese Gefahr muss durch rechtzeitige Korrekturen gebannt werden“, so der Abgeordnete. Eine Verschiebung von Marktanteilen, die allein auf staatliche Einflussnahme zurückzuführen ist, sei nicht akzeptabel. Er habe mit dem Vorsitzenden des Parlamentarischen Kontrollgremiums über den Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin), Albert Rupprecht, vereinbart, die Ergebnisse seiner Bankengespräche in das Parlamentarische Kontrollgremium einzubinden. Die Leistungsfähigkeit der Genossenschaftsbanken und der Sparkassen sei gerade in der Finanzkrise ein wichtiger Stabilitätsanker für den Mittelstand. Ihre Handlungsspielräume müssten deshalb auch im Interesse der mittelständischen Wirtschaft erhalten bleiben.

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Über Kreis- und Stadtsparkasse Hof (Deutschland, Hof)

Die Kreis- und Stadtsparkasse Hof ist mit rund 46 % Marktanteil der größte Finanzdienstleister und mit 620 Mitarbeitern bedeutender Arbeitgeber der Region. Flächendeckend ist die Sparkasse Hof für ihre Kunden mit 32 Geschäftsstellen in Stadt und Landkreis Hof vor Ort.

Pressekontakt

Sandra Langer
Kreis- und Stadtsparkasse Hof
Unternehmenskommunikation

Telefon 09281 817-471
Telefax 09281 817-337
E-Mail sandra.langer@sparkasse-hof.de
Homepage http://www.sparkasse-hof.de

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