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Dienstag, 09.02.2010

Konjunkturumfrage der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau: Krise hat Ingenieurunternehmen noch nicht erreicht, aber dunkle Wolken am Horizont

München - So viele Mitglieder wie noch nie haben an der Frühjahrs-Konjunkturumfrage der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau teilgenommen. Die einzelnen Fragen wurden von bis zu 459 Mitgliedern beantwortet. Die Auswertung der Antworten zeigt auf den ersten Blick: Die Gesamtsituation wird positiv eingeschätzt, die Wirtschaftskrise hat die Ingenieurunternehmen noch nicht erreicht. Allerdings beurteilen die Teilnehmer die nahe Zukunft insgesamt schlechter, als noch vor einem Jahr.

Auch im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Situation hinsichtlich der allgemeinen Geschäftslage, des Auftragsvolumens und der Ertragslage eher verschlechtert als verbessert. „Im Moment wäre ein drittes Konjunkturpaket sinnlos“, sagte Kammerpräsident Dr.-Ing. Heinrich Schroeter beim Blick auf die Ergebnisse. „Die im Bauwesen tätigen Ingenieure profitieren am Besten von stetigen staatlichen Investitionen, nicht von einmaligen Investitionspaketen“, so Schroeter. Bemerkenswert: Die Zahlungsmoral öffentlicher Auftraggeber wird deutlich schlechter beurteilt als die von privaten.

Regelmäßig ruft die Bayerische Ingenieurekammer-Bau ihre Mitglieder zur Teilnahme an Konjunkturumfragen auf. Im Multiple-Choice-Verfahren stehen bei jeder Frage fünf Antwortmöglichkeiten zur Verfügung, in der Regel: „sehr gut“, „gut“, „befriedigend“, „schlecht“ und „sehr schlecht“. Auf Basis der Ergebnisse kann der Vorstand Schwerpunkte in seiner Arbeit setzen. Als Argumentationsgrundlage dienen die Antworten der Durchsetzung von Berufsinteressen gegenüber Politik und Wirtschaft.

Fazit

Auf den ersten Blick erscheinen die Ergebnisse der Konjunkturumfrage Frühjahr 2009 überwiegend positiv. So werden Geschäftslage und Auftragsvolumen von mehr als der Hälfte der Teilnehmer als „gut“ oder „sehr gut“ eingeschätzt. Erst der Vergleich mit der Frühjahrsumfrage 2008 zeigt einen negativen Trend auf. So stieg zum Beispiel die Anzahl der Teilnehmer, die angaben, dass die Umsätze ihres Planungsbüros in den vergangenen 12 Monaten gesunken seien, um 12,1 Prozent. Ein noch deutlicheres Bild zeigt sich bei der Frage nach dem Auftragsvolumen. Hier wurde „gesunken“ von 17,9 Prozent mehr angekreuzt als noch in der Vorjahresumfrage.

Auch im Hinblick auf die Erwartungen auf die zukünftige Geschäftsentwicklung bis Oktober 2009 zeigt sich ein eher negatives Bild. Zwar rechnen jeweils mehr als die Hälfte der Befragten damit, dass Umsätze, Ertragsvolumen und Auftragsvolumen bis Oktober gleich bleiben werden, die übrigen Befragten erwarten jedoch durchweg eher eine Verschlechterung als eine Verbesserung.

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Über Bayerische Ingenieurekammer-Bau (Deutschland, München)

Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau mit Sitz in München vertritt die beruflichen Belange ihrer mehr als 5650 Mitglieder. Dabei handelt es sich um Ingenieure aus dem Bauwesen. Zu den wesentlichen Aufgaben der Kammer gehören die Beratung der Mitglieder, der Schutz der beruflichen Belange, die Überwachung der Erfüllung der beruflichen Pflichten, die Förderung der Baukultur, Wissenschaft und Technik sowie die Stärkung der Eigenverantwortung, Unabhängigkeit und Fachkompetenz. Die Bayerische Ingenieurekammer wurde 1990 gegründet und ist eine Körperschaft des Öffentlichen Rechts. Aufsichtsbehörde ist das Bayerische Staatsministerium des Inneren.

Pressekontakt

Bayerische Ingenieurekammer-Bau
Alexander Hauk
Nymphenburger Str. 5
80335 München
Tel.: 089 419434-20

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